Mittwoch, 4. November 2009

Stadt-Land-Fluß - Scattergories


Allmählich sind wir durch so viele Städte gekommen, haben unzählige Länder erkundet und so viele Flüsse überquert, dass ich Euch beim nächsten Spieleabend alle das Fürchten lehren werde. Da ich diesen Vorteil aber für mich behalten werden, bekommt Ihr jetzt einen (weiteren) groben Überblick zum Thema „Was bisher geschah.“:


Step by step we visited so many cities, saw uncounted countries and crossed loads of rivers that none of you will stand a chance next time we hold a games night. To keep that advantage I will file you in (roughly) on “What happened so far.”:

Nachdem ich Euch also den Mund mit Gazianteps Leckereien wässrig gemacht habe, sind wir durchgestartet in Richtung Kappadokien. Dort angekommen ist uns zum ersten Mal richtig bewusst geworden wie wenig der Osten der Türkei touristisch erschlossen ist. Wahnsinn, eine Touristengruppe hat die nächste gejagt (Nachsaison, NACHSAISON!!!) und das waren im Allgemeinen entweder Deutsche (1. Platz), Asiaten (2. Platz, sorry, aber keine Ahnung wie viele Japaner und wie viele Chinesen und sonstige, nur lauter Asiaten, die an mir vorübergelaufen sind) und Franzosen (3. Platz).




Davon abgesehen ist Kappadokien – wir haben in Göreme genächtigt – traumschön. Allein durch die verschlungenen Täler zu laufen und sich die Landschaft anzusehen war schon genial. Wir standen auf einem Campingplatz mit Blick auf das Rosental (und einige Täler dazwischen), und als ich eines Morgens dem Ruf der Natur Folge leistete bot sich mir ein geniales Bild. Über den Tälern Kappadokiens zu meinen Füßen schwebten Dutzende von Heißluftballons (nichts für mich, aber bestimmt ein tolles Erlebnis). Einen Tag später sollte ich dann feststellen, dass die mit gleicher Vielzahl auch an nebelverhangenen Tagen ihre Kreise ziehen (vermutlich gibt es keine Schlecht-Wetter-Klausel), und wurde, da ich gerade mit Uly (in Signalhalsung) raus war, zum unfreiwilligen Fotoobjekt.
Bei einem Kurztrip nach Avanos haben wir uns einen Töpfer angesehen, der (wie dort üblich) Gefäße fertigt und Verzierungen aufbringt, die schon die Hethiter so oder in ähnlicher Form verwendet haben. Zum Teil arbeiten diese Töpfer mit einer Kombination aus dem lokalen roten Ton und weißem (importiertem Kaolinit). Dabei entstehen sehr schön anzusehende Gefäße.
Wie auch immer, Kappadokien ist als Urlaubsziel nur zu empfehlen, insbesondere weil man sich durch die Weitläufigkeit des Geländes ohne Mühe abseits der Touristenmassen halten, und die traumhafte Landschaft durchwandern kann.




After watering your mouth with tales about sweets from Gaziantep, we went to Cappadocia. Arriving there we came to realize how little tourism there is in eastern Turkey. Amazing how in Cappadocia one tourist group followed the other (low season, LOW SEASON!!!), generally Germans (top of the list), Asians (second place, no idea whether there were more chines or japanse people, sorry, I just saw Asian people filing past) and French (third).
Apart from that Cappadocia is well worth a visit, as it is most beautiful. Walking through those winding valley (seeing no one!) and looking at the marvellous landscape was just great. We were camping in Göreme with view on the rose valley (and some other valleys in between) and when I answered natures call one morning, I had a terrific sight. Dozens of balloons were floating above the valley (nothing for me, as I am afraid of heights, but it must be gorgeous). Interestingly enough the next morning I noticed (when I was walking with Uly) that those balloons are even there when you can not see a thing due to fog and mist (I suppose there is no refund due to bad weather!). So, due to a lack of other motives I suppose, Uly and I involuntarily became fotomodels.




A day trip took us to Avanos, where we watched a potter who made hittite style pottery with respective decorations (as is common in Avanos), and who is using the local red clay together with white (imported) kaolinite. These vessels look very nice!
Well, all in all Cappadocia is a great location to spend your holidays, especially as it is very easy to keep away from all those tourists and wander along the beautiful landscape.



Nächster Halt, nach einem kurzen aber lohnenden Blick ins Innere der Karawanserai Sultanhanı, war in Side, wo wir endgültig in touristische Gewässer Einfahrt hielten. Jeder, wirklich jeder dort spricht Deutsch, weil die Region um Antalya und Side die Hochburg des deutschen Türkeitourismus ist. Das war der Hammer! Netter Nebeneffekt ist allerdings, dass Uly durchweg positiv betrachtet wird, jede Menge Komplimente bekommt, und interessanterweise die Straßenhunde entweder ängstlich oder total freundlich sind. Das alles war ja im Osten etwas anders. Ich konnte also total entspannt mit Uly durch Menschenmassen laufen, ohne dass mir schräge Blicke zugeworfen wurden, oder die Menschen die Straßenseite gewechselt haben. Und wir haben sogar einige „Haushunde“ getroffen, die geneigt waren mit dem fremdländischen Hund zu spielen (was der mit Freuden wahrgenommen hat). Man sieht, alles hat Vor- und Nachteile.




Von Side ging es über Aspendos nach Antalya, wo wir in der Altstadt (sehr schön!) genächtigt, und uns am nächsten Tag Perge angesehen haben. Wie üblich konnten wir Uly mit auf die Außenanlagen nehmen (die Museen sind da immer etwas kritischer *lol*), und so bekam er recht viel Historisches um die Schlappohren.





Next stop, after a short but rewarding look inside the karavanserai of Sultanhanı, was Side, where we finally reached the realms of touristic Turkey. Everyone, literally everyone there speaks German, as the region around Antalya and Side is a stronghold of german tourists. Wow! A rather nice side effect was that Ulys presence was viewed positively and he got a lot of compliments. Furthermore the strays were either afraid or very friendly, so I could walk with him through the town without any hassle. No one looked at me in a disgusted way, or even changed to the other side of the street when we came. We even met some pet-dogs that were willing to play with that stranger (which Uly appreciated very much). As you see there are disadvantages and advantages to everything.
From Side we proceeded via Aspendos to Antalya, where we spent a night in a hotel in the old centre (very beautiful!), and visited Perge the next day. As usually I could take Uly to the outdoor activities (whereas the museums prove to be unwilling to permit him *lol*), so until now those amber eyes saw a lot of history!





Von Perge aus sind wir dann über Termessos, wo wir eine Nacht im Gebirge mit traumhaften Kiefernwäldern verbracht haben, nach Denizli/Pamukkale gefahren. Auf dieser Fahrt ist mir in einer lang gezogenen Kurve (in der mir ein Lkw entgegen kam) doch tatsächlich ein Hund vor den Kühlergrill gesprungen! In der ersten Millisekunde konnte mein Hirn dieses Unding an Information gar nicht verarbeiten, das war wohl zu unwahrscheinlich („volle“ Straße, und dieses Mistvieh meint drüber laufen zu müssen). Dann war ich nur noch Adrenalin und Reaktion, Vollbremsung und Ausweichen soweit der entgegenkommende Lkw dies zuließ. Um es vorweg zu nehmen: es ist alles gut gegangen, aber ich glaube es hätten nur wenige Zentimeter gefehlt und der Hund wäre Geschichte gewesen.
Danach war mir warm (dem Adrenalin sei Dank) bis in die Fingerspitzen und gleichzeitig rann mir kalter Schweiß den Rücken hinunter. Mein persönlicher Albtraum.




From Perge onwards we proceeded, with a stopover at Termessos, where we spent a night in the mountains among beautiful pine forests, to Denizli/Pamukkale. On the road within a long bend (a truck was approaching on the other side) a dog jumped onto the street exactly when I drew level with that truck! In the first millisecond my brain could not process this absurdity of information, obviously this situation was too fantastic (“busy” street, and this stupid beast has to cross it this very moment). Then I became all adrenaline and reaction, stepped on the brakes and going round as far as that truck allowed. To say it right away: everything turned out to be ok, but it was a close shave. I think there were only centimetres missing and the dog would have entered the happy hunting ground!
After that even my fingertips were feeling hot (thanks to the adrenaline) and I had cold sweat running down my spine. My personal nightmare.





Inzwischen haben wir Pamukkale erreicht, wo wir ein paar Tage verbringen werden. Gestern waren wir bereits einmal auf den Kalkterrassen, und haben das warme Wasser an unseren Füßen genossen. Direkt zu Anfang wurde mir wieder einmal deutlich vor Augen geführt, warum ich eine instinktive Abneigung gegen Touristengruppen habe: mit uns kam eine Gruppe deutscher Touristen an, die sich auch für den Weg über die Kalkterrassen entschieden hatten (es gibt drei Eingänge). Nun steht kurz bevor die Terrassen anfangen ein Wächter, der die Touristen darauf aufmerksam macht, dass sie, um den Kalk zu schonen, die Schuhe ausziehen sollen. Das provozierte, insbesondere bei den Damen der Gruppe, großes Geschrei. Man werde auf keinen Fall seine Schuhe ausziehen, was das denn für eine Unart sei, blablabla. Ich dachte ich höre nicht richtig! So viel unintelligente Dreistigkeit ist doch echt zum Ko.... oder! Da wird kein Gedanke daran verschwendet, dass es sich um ein Naturdenkmal handelt wo man drauf rumstiefelt, und das da die folgenden Generationen vielleicht auch noch was von sehen möchten! Nein, man fühlt sich in seinen Freiheitsrechten beschnitten und schimpft auf das arrogante, kompromisslose Wachpersonal. Hallo? Die haben doch den Schuss nicht gehört! Zum Glück blieb es den Hanseln erspart, dass ich mich dazu geäußert hätte, denn sie machten auf dem Absatz kehrt, und gingen laut meckernd zu einem der anderen Eingänge.




Generell muss man sagen, dass die berühmte Postkartenansicht leider nicht mehr der Wahrheit entspricht. Heute ist das Wasser größtenteils kanalisiert und wird nur noch über einen Teil der Kalkterrassen geleitet. Außerdem wurden viele künstliche Becken eingerichtet, die zwar farblich angeglichen sind, aber natürlich nicht den Charme der Naturbecken haben.




Auch das unterirdische Pamukkale, die Kaklik-Höhle hatte ich mir beeindruckender vorgestellt, wenngleich das Zusammenspiel von natürlichem und künstlichen Licht, sowie der kalten Luft und des warmen Wassers eine interessante Atmosphäre geschaffen haben.




Meanwhile we arrived in Pamukkale, where we will spend a few days. Yesterday we already went to the travertine terraces and enjoyed the warm water running beneath our feet. Directly at the entrance I realized once more, why I have a natural aversion against tourist groups: a german tourist group arrived contemporarily, obviously having chosen the travertine-entrance (one of three). As it is, there is a guard at the point where the travertine starts, who reminds you to take off your shoes, as they would damage the terraces, and walk barefoot. This provoked loud complaints especially from the ladies of the group, who were quite unwilling to do as they were told, and would rather go on raving about what a bad habit that is, ant that the guards are unwilling to make excuses for them, blablabla. Personllay I thought they were off their rocker! That is one of the things I can not stand: stupid boldness! They do not waste a thought on the fact that they are trampling around on a natural monument, which maybe should be preserved for the generations to come! No, of course not, as they only feel restricted in their civil liberties and prefer to blame the guards. Hello? Honestly, they do not understand a thing! Fortunately for them, they turned around immediately (blateing along) to take another entrance which saved me a lot of breath and anger, as I was about to comment on their behaviour.




Generally one has to say that the days of that typical postcard-Pamukkale seem to be over. Today the water runs in canals and is only lead along the terraces occasionally. Furthermore they built some artificial basins, which were painted in the same cotton-white colour, but of course do not possess any of the charm the natural ones do.
Also Underground-Pamukkale, the Kaklik-Cave, was more vivid in my imagination than in reality, although natural and artificial lights as well as cold air and warm water created an interesting atmosphere.




Von hier aus werden wir nach Bodrum fahren, und uns dann die Westküste entlang bewegen, von einer antiken Stätte zur Nächsten. Ich lasse wieder von mir hören, und ich hoffe Ihr auch mal! Also haltet die Ohren steif und lasst Euch vom nasskalten November nicht unterkriegen.

From here we will go to Bodrum and then along the western coast, moving from antique site to antique site. You will hear from me again, and I hope to hear from you too! Take care and do not let the grey November get to you.

Montag, 2. November 2009

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag – Happy Birthday



Heute gibt es einen Sondereintrag, denn heute ist Ulysses’ Geburtstag. Vor genau 365 Tagen wurde er gewölft, und das haben wir heute bereits mit einem großen Kauknochen und zwei richtig langen Spaziergängen gefeiert. Als kleines Sahnehäubchen, und damit Ihr alle ein bisschen mitfeiern könnt, habe ich einige Fotos von Uly auf unserer Reise blogfähig gemacht.
Viel Spaß, und wenn Ihr gerade dabei seid, trinkt doch einen auf den kleinen Geburtstagshund.


Today I am writing a special entry, as it is Ulysses’ birthday. Exactly 365 days ago he was born, and we already celebrated his birth with a big bone and two extra long walks. As a little cherry on the cake and to enable you to celebrate a little with us, I chose some pictures of Ulysses on out trip and made them bloggable.
Enjoy and if you have time, give a toast to Uly, the little birthday-dog.









































































Sonntag, 25. Oktober 2009

Zu Wasser zu Lande und in der Luft – Water, Land and Air

So, nachdem ich Euch das letzte Mal einfach an der supra habe sitzen lassen, geht es nun endlich weiter.




Nach dem Weinfest wurde es ein wenig sakral, denn wir haben uns orthodoxen Kirchen gewidmet, und hatten – wir konnten es selbst kaum glauben – tatsächlich Probleme in eine der Kirchen hinein zu kommen. Trotz eingehaltener Kleidungsvorschriften wollten sie uns keinen Zutritt gewähren, weil wir ja keine ORTHODOXEN Christen seien. Das ich nur geimpft und somit Heide bin, habe ich in dieser Situation mal für mich behalten. Nun ja, letztlich haben sie uns dann doch hineingelassen, aber das war echt ein K(r)ampf! Man kommt als „Ungläubiger“ mit den richtigen Klamotten in jede Moschee, aber als Katholik oder Evangele nicht in eine orthodoxe Kirche. Das ist doch mal krass, meint Ihr nicht auch!?

Um einige Einblicke in religiöse Welten reicher haben wir uns dann wieder prähistorischen Belangen zugewendet, und ich habe in Dmanisi Gelegenheit erhalten meine Hand an die 1,8 Mio. Jahre alten Schichten des ersten vermeintlichen Europäers zu halten. Cool!



Und weil wir gerade irgendwie einen Lauf hatten, sind wir – wieder zurück in Tiflis – zur Kirche in Mtskheta gefahren, wo just an diesem Tag der Patriarch einen Gottesdienst abhielt (Dank ein bisschen Bettelei bei den wachhabenden Jandarmen, durften wir auch die gesperrte Straße befahren *g*). Dort bekamen wir nicht nur ohne Probleme zutritt, sondern auch ein paar Männer in schicken Trachten zu Gesicht.





Unser Weg führte dann weiter ins benachbarte Armenien und über die alte Seidenstraße nach Yerevan. Mann, die Armenier haben sich an der Grenze echt Zeit gelassen (der Hund hat immer noch nicht interessiert), so dass wir in Vanadzor Zwischenstopp gemacht haben, wo wir in einem russischen Hotel zu liegen gekommen sind. In Yerevan (tief enttäuschend: die archäologische Abteilung war wegen Renovierung geschlossen) haben wir es uns in einem Guesthouse mit Blick auf den Ararat und Familienanschluss (Uly hat mal wieder einige hundeängstliche Menschen bekehrt) gemütlich gemacht. Dorthin sind wir dann am nächsten Tag auch gefahren, und haben einen Blick auf den ehemals armenischen Ararat und das Kloster Khor Virap geworfen. Dort haben wir uns mit einigen Diaspora-Armeniern unterhalten, und festgestellt, dass (zumindest) diese Menschen immer noch traumatisiert sind von den Taten der Türken. Diese Gespräche waren in vielerlei Hinsicht aufschlussreich.




Edschmiadzin blieb uns leider verwehrt, da mal wieder Straßen gesperrt waren, und wir diesmal mit unseren Überredungskünsten nicht weiterkamen.

Eh wir uns versahen, nach einem erneut etwas längeren Grenzaufenthalt, und ein wirklich nicht so schönes Städtchen (Akhalsikhte) später waren wir schon wieder auf dem Weg in die Türkei. Unsere erste Tour führte uns nach Ani (bei Kars), wo wir fast 10 kleine Negerlein gespielt hätten, und was sehr beeindrucken war. Insbesondere die Tatsache, dass – obwohl der Ort sehr nah an der Grenze liegt, und historisch auch mit Armenien verknüpft ist – die Armenier auf keine einzige Erklärungstafel dort Einzug gehalten haben.




Nach einer kleinen Montagspanne (wir wollten uns den Ishak Paşa Palast in Doğubayazit ansehen, der natürlich geschlossen war), sind wir dann nach Van weitergezogen, wo uns nach gebührender Bewunderung des Van-Sees und –Schlosses Micha verlassen hat. :’-(

Bevor wir neuen Abenteuern entgegengefahren sind, haben wir den Bus erstmal vom Teer befreien lassen, den wir uns auf einer etwas zu neuen Straße eingefangen haben, was bitter nötig war. Drei Typen haben sich gute zwei Stunden mit dem Auto vergnügt (und wer weiß welche Chemikalien drauf gesprüht), bis er wieder blinkte und blitze.




Nach einer stressigen Zeit in Diyabakır: Zum einen musste Uly über Nacht im auf der Straße geparkten Auto bleiben, und es war kaum Grün vorhanden, das kein wütender Streuner bewachte wie seinen Augapfel. Und zum anderen hat uns ein Typ angesprochen, der sehr gut Englisch sprach und uns nicht mehr von der Pelle rückte, allerdings wohl ein ganz schlimmer Finger war. Denn als ich kurz nach dem Hund gesehen habe, sprach mich ein Passant an, und erzählte regelrechte Horrorstories über diesen Mann (mit KO-Tropfen und einseitigen Sexbegierden!). Nun ja, uns hat er nichts getan, und wir sind ohnehin kurz später nach Sanliurfa weitergezogen. Dort (sehr entspannt mit Hund auf dem Hotelzimmer und Grünstreifen auf dem hoteleigenen Parkplatz) haben wir einen Blick auf die heiligen Karpfen und in Abrahams Geburtsgrotte geworfen, bevor es zum Nemrut Dağı weiterging. Mit einer voll gepackten Fähre sind wir über den Atatürk Stausee geschippert, und wir hätten fast den Campingplatz nicht gefunden, der offensichtlich nur aus Westen anreisenden Personen Hilfestellung bei der Wegfindung gibt.




Nachdem wir dann beschlossen hatten nicht um 4:00 Uhr loszufahren, um pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Berg zu sein, sondern den Sonnenuntergang favorisierten, haben wir das Auto einer Generalreinigung unterzogen. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Zeug sich in zwei Monaten in so einem kleinen Bus sammeln kann!

Am nächsten Tag haben wir einige Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zum Nemrut mitgenommen, und haben es dann trotz zahlreicher Unkenrufe geschafft, mit dem Bus die Endzone zu erreichen. Nachdem ich relativ viel über den Nemrut gelesen habe, war ich ein wenig enttäuscht. Es gab kein richtiges Plateau (woher ich die Vorstellung habe, dass es eins geben müsse, keine Ahnung), und die Köpfe waren viel kleiner, als die berühmten Bilder vermitteln (Hut ab vor dem Fotografen).




Aber nachdem man seine Vorstellungen ein bisschen angepasst hat, war es doch ganz schön. Dort haben wir zum ersten Mal seit langem wieder andere ausländische Touristen getroffen, und uns blendend unterhalten. Liebe Grüße an dieser Stelle an Ashley und Wendy und insbesondere Helman und Herrmann!

Kurz vor Sonnenuntergang setzte dann ein Besucherstrom ein, den ich in der Hauptsaison glaube ich nicht erleben möchte! Ich war ganz verblüfft, wo die ganzen Leute auf einmal herkamen.




Inzwischen sind wir im Pistazienschlaraffenland (lecker Bakhlava) Gaziantep, und morgen werden wir wohl Kappadokien erreichen.





Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit, und hoffe, dass alle, die bisher am Kommentieren gescheitert sind, nicht aufgeben, es würde mich freuen, von Euch zu lesen!









After I left you alone at the supra, I will finally go on telling my tale.


After the Vintner’s Party we went sacred, as we visited some orthodox churches, where – we could not believe it ourselves – we had severe problems to get into the church. Though we kept to the dressing code, they did not permit us to go inside, as we were no ORTHODOX Christians! Well I did not admit of course that I am neither the one or the other. Well in the end, they gave in, but that was some quarrel. Although being an infidel you get to see every mosque from the inside as long as you dress properly, but being catholic or protestant you are not permitted to enter an orthodox church. That is unbelievable, is it not!?



 Knowing a bit more about religion than before, we went back to prehistory and I touched the 1. Mio. year old sediments where they found the first European at Dmanisi. Great!


As we were in tune with religion we went – once back in Tiflis – to Mtskheta, where we were quite fortunate as the patriarch was there that very day to hold service. We were not only permitted to go into the church, but could also spot some men in traditional clothes.


Afterwards we were following the old silk road towards Yerevan in Armenia. Crossing the border took some time on the armenian side, but no one cared for the dog as yet. We had to stay in Vanadzor, and chose a Russian hotel for that stopover. In Yerevan (highly disappointing: the archaeological collection was closed due to renovation) we settled in at a most beautiful little guesthouse with view to Mount Ararat and access to the family (Uly once more converted people who were afraid of dogs).




The next morning we went to see Ararat at Khor Virap, where we met some Diaspora-Armenians, with whom we talked very vividly. As a matter of fact the trauma Turkish actions imposed on the Armenians is still very noticeable. On our way back we had to skip Edschmiadzin, as there was no getting through, the streets were closed.


After another quite long stay at the border (I wonder where the Armenians put all those papers!) we were back in Georgia, stayed in a not too nice city (Akhalsikhte) and moved on to Turkey. First stop was Ani, close to Kars, where we almost lost one another and which was very impressing, especially in the way that you can see the Turkish-armenian border from there, and the place is full of Armenian history, but no where you find a word about that.


After we came a mucker, when we wanted to visit Ishak Paşa Palast in Doğubayazit on a Monday, we went on to Van, where Micha left us after seeing Van’s Lake and Fortress. :’-(





Before starting on new adventures, we had the bus cleaned, as it was full of tar of driving on a very new road. It took three guys more than two hours to get it shining again (and who knows which chemicals they applied to it).


After a quite stressful stay in Diyabakır: Uly had to stay in the car, which was parked on the street, and there was no green which was not guarded by an angry stray dog. Furthermore we met a guy, who spoke English and stuck to us like glue. When I went looking for Uly on my own, a pedestrian approached me and told me disturbing stories about that man, which included a strong desire for sex and drugs. Well, he did not harm us in anyway, and we were proceeding to Şanlıurfa shortly afterwards.




There (very relaxed with dog in the room and a little garden at the hotel parking area) we went to see the holy carps and Abraham’s birthplace, before heading towards Nemrut Dağı. The ferryboat we took to cross the Atatürk Dam, was cramped, and we almost did not find our chosen camping site, because the signs could only be seen when coming from the west.


After reaching an agreement not to get up at 4 am to see the sun rise at Nemrut, we went in the afternoon to be there at sunset. In the morning we cleaned the bus. It is amazing how much stuff can be stored in such a small car!


On our way to Nemrut we looked at some historic sites and were constantly told, that the bus could not make it to the top. But it did!



 At first I was disappointed, when we finally reached the top, as the heads are much smaller and not as numerous as is suggested by the famous pictures. But after getting used to it, I could appreciate the site. There, after a long time, we met other foreign tourists which was fun. Hi guys, I hope you all do well! Greetings to Ashley and Wendy and especially to Helman und Herrmann!


Shortly before the sun set, there was a rush to the top, and it got really crowded (I think I would rather not be there in high season). Amazing where all those people suddenly came from!




Meanwhile we are in Gaziantep, where you woul naturally go for pistaccios (yummy bakhlava) and most probably will reach Cappadocia tomorrow.


I hope you guys have a splendid time, and to all of you who have problems with commenting: keep on trying I would love to read from you!